Montag, 18. Januar 2010

"Kostheim.net" informiert über Kostheim














Mainz-Kostheim (mainz-kostheim) – Wer für sich den Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim interessiert, für den dürfte die Webseite „Kostheim.net“ das Richtige sein. „Kostheim.net“ ist unter der einprägsamen Adresse http://kostheim.net im Internet zu finden. Zum Themenangebot gehören Essen & Trinken, Umfragen, Bilder-Galerie, Veranstaltungen, Fastnacht, Karte von Kostheim, Ärzte & Gesundheit, Ämter & Behörden, Vereine & Kultur, News & Blog, Freizeit, Gewerbe, Wichtig und Links. Bereits kurz nach dem Start präsentierte die von Rene Eckert privat betriebene Homepage ohne kommerziellen Hintergrund erfreuliche viele Textbeiträge, die mit Fotos oder Videoclips garniert sind.

Mainz-Kostheim ist heute der südlichste Stadtteil der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und liegt unmittelbar an der Flussmündung des Mains in den Rhein. Der Stadtteil gehört zu den so genannten AKK-Stadtteilen (Amöneburg, Kastel, Kostheim), welche bis 1945 zur Stadt Mainz gehörten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die von Mainz durch den Rhein getrennten AKK-Orte von der amerikanischen Militärregierung der Stadt Wiesbaden zugeordnet. Der Namenszusatz „Mainz-„ im Wort Mainz-Kostheim blieb trotz der politischen Zugehörigkeit zu Wiesbaden bis heute erhalten. Kostheim hatte am 30. Juni 2008 insgesamt 13.954 Einwohner. Das Wappen des Ortes zeigt die „Kostheimer Zange“.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Interview mit dem Autor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim














*

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

*

Frage: Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr erstes Buch zu schreiben?

Antwort: Ein Kollege in einer Mainzer Tageszeitung, bei der ich früher als Redakteur gearbeitet habe, fragte mich, nachdem er einen langen Artikel über ein wissenschaftliches Thema aus meiner Feder gelesen hatte: „Warum schreiben Sie nicht ein Buch?“ Am nächsten Tag schrieb ich einige Briefe an Buchverlage und hatte Riesenglück: C. Bertelsmann bot mir einen Vertrag für ein populärwissenschaftliches Buch an.

*

Frage: Wie heißt Ihr erstes Buch?

Antwort: Mein erstes Buch trägt den Titel „Deutschland in der Urzeit“ und hat den Untertitel „Von der Entstehung des Lebens bis zum Ende der Eiszeit“. Es schildert die Entwicklung der Landschaft, Pflanzen, Tiere und Menschen in Deutschland und in der Welt. Geplant war zunächst ein Buch mit einem Ladenpreis von maximal 40 DM. Doch als das Manuskript nach vier Jahren fertig war, wurde daraus ein großformatiges Werk mit zahlreichen eigens dafür geschaffenen Fotos, Zeichnungen, Karten und Gemälden zum Preis von 168 DM.

*

Frage: War Ihr erstes Buch ein Erfolg?

Antwort: Die erste Auflage von „Deutschland in der Urzeit“ (1986) war schon nach wenigen Wochen ausverkauft und es musste noch vor Weihnachten eine zweite Auflage gedruckt werden. Ingesamt erreichte dieser Titel trotz des teilweise relativ hohen Ladenpreises fünf Auflagen. Es gab drei Auflagen für zunächst 168 DM und später für 198 DM, später aber zwie preiswerte Buchclubausgaben. Diesen Erfolg verdanke ich zahlreichen wohlwollenden Buchbesprechungen in den Medien wie „Spiegel“, „Welt“, „Welt am Sonntag“. Vom Fernsehen wurde dieser Titel nicht wahrgenommen.

*

Frage: Wie ging es weiter?

Antwort: Nach „Deutschland in der Urzeit“ war ich ein so genannter Erfolgsautor. Plötzlich interessierten sich auch andere Verlage für mich, darunter einer, der zuvor an meiner Idee für „Deutschland in der Urzeit“ kein Interesse gezeigt hatte. Doch C. Bertelsmann bot mir einen Vertrag für einen Nachfolgeband namens „Deutschland in der Steinzeit“ an, der 1991 erschien und rund drei Kilogramm wog. Dieser Titel kam ebenfalls in den Medien gut an, erreichte drei Auflagen und wurde auch im Fernsehen erwähnt.

*

Frage: Schrieben Sie danach noch ein Buch?

Antwort: Ja, es folgten „Rekorde der Urzeit“ (1992), „Dinosaurier in Deutschland“ (1993, zusammen mit Raymund Windolf) und „Deutschland in der Bronzezeit“ (1996) und später noch viele andere Titel.

*

Frage: Hatten Sie als Buchautor auch Misserfolge?

Antwort: Zu meiner großen Überraschung bestand keine große Nachfrage nach „Dinosaurier in Deutschland“, bei dem eigentlich Raymund Windolf die Hauptarbeit geleistet hat. Das lag daran, dass damals der erfolgreiche Film „Jurassic Park“ in die Kinos kam und viele Verlage Bücher über Dinosaurier veröffentlichten. Einer der letzten Titel war „Dinosaurier in Deutschland“, das ursprünglich erst ein Jahr später auf den Markt kommen sollte. Die Buchläden in Deutschland waren damals übervoll mit Büchern über Dinosaurier und die Medien hatten keine große Lust, noch ein Buch über Dinosaurier vorzustellen. Dabei unterschied sich dieser Titel von der Konkurrenz dadurch, dass er die in Deutschland vorkommenden Dinosaurier in Wort und Bild vorstellte. Die Nachfrage war so schwach, dass nur ein Bruchteil der Auflage zum regulären Preis verkauft werden konnte. Es folgte keine zweite Auflage.

*

Frage: Haben Sie bei weiteren Büchern Enttäuschungen erlebt?

Antwort: An „Deutschland in der Bronzezeit“ hatten die Medien nicht viel Interesse. Ich glaube, viele Journalisten/innen wussten nicht so recht, was die Bronzezeit eigentlich ist. Die spektakuläre „Himmelsscheibe von Nebra“ war damals noch nicht entdeckt. Außerdem warb der Verlag herzlich wenig für diesen Titel und irgendjemand hatte die Wahnsinnsidee, ein Teil der Journalisten/innen, die das Bronzezeit-Buch besprechen wollten, sollten das Rezensionsexemplar bezahlen. Nämlich jene, die nicht bei den ganz großen Medien arbeiten. Wer die Verhältnisse in Tageszeitungen kennt, weiß, dass kein Verlag für Rezensionsexemplare etwas bezahlt. Trotzdem erreichte das Bronzezeit-Buch zwei Auflagen. Es kostet heute gebraucht teilweise mehr als früher neu.

*

Frage: Weshalb kam es zu keinem Nachfolgeband über die Eisenzeit?

Antwort: Nach den schlechten Erfahrungen mit dem Verlag und den Medien beim Bronzezeit-Buch hatte ich keine Lust mehr, weitere vier oder fünf Jahre in fast jeder freien Minute an einem solches Buch zu arbeiten. Ob der Verlag noch an einem Eisenzeit-Buch interessiert gewesen wäre, weiß ich nicht.

*

Frage: Aber Sie haben doch nach „Deutschland in der Bronzezeit“ weitere Bücher veröffentlicht?

Antwort: Ja, es folgte zunächst eine 14-bändige Taschenbuchreihe mit Kurzbiografien über berühmte Frauen. An einer solchen Superfrauen-Reihe hatte kein Verlag ernsthaft Interesse. Deswegen beschloss ich, selbst Buchverleger zu werden.

*

Frage: Wie viele Bücher haben Sie insgesamt veröffentlicht?

Antwort: Ganz genau weiß ich das gar nicht mehr. Es dürften mehr als 30 Titel sein. Zum Beispiel:
Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden
Nessie. Das Monsterbuch
Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster
Meine Worte sind wie die Sterne. Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten (zusammen mit meiner Tochter Sonja Probst)
Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (zusammen mit meiner Ehefrau Doris Probst), von deutschen Medien weitgehend totgeschwiegen!
Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball (zusammen mit meiner Ehefrau Doris Probst)
Rekorde der Urmenschen. Erfindungen, Kunst und Religion
Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern
Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos)
Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
Der Höhlenbär
Königinnen der Lüfte
Königinnen des Tanzes
Superfrauen aus dem Wilden Westen
Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald
Die meisten dieser Titel sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ www.grin.de als Taschenbuch oder E-Book erhältlich.

*

Frage: Haben Ihnen Ihre Dutzende von Büchern und Tausende von populärwissenschaftlichen Büchern literarische oder wissenschaftliche Ehren eingebracht?

Antwort: Es kommt immer wieder vor, dass ich Briefe, Faxe, E-Mails oder Anrufe erhalte, in denen ich irrtümlich als Professor oder Doktor bezeichnet werde. Der renommierte Autor Vitus B. Dröscher hat 1986 in einer Rezension vorgeschlagen, man solle mir einen Ehrendoktortitel verleihen. Außer ihm hatte niemand diese Idee. Ein Wissenschaftler, der davon hörte, meinte nur: „Aber dafür muss man doch etwas leisten“. Immerhin stehen meine Bücher aber in vielen Bibliotheken in Europa und anderswo, werden oft in anderen Werken zitiert und sogar in einem renommierten Lexikon erwähnt.

*

Frage: Was würden Sie jemand raten, der sein erstes Buch schreiben will?

Antwort: Am wichtigsten ist, dass man weiß, dass nur ganz wenige Autoren/innen vom Bücherschreiben leben können. Ich habe mal irgendwo gelesen, das seien weniger als 1 Prozent! Bücherschreiben ist immer ein einsames Hobby, bei dem sich der Autor bzw. die Autorin selbst ausbeutet. Ob sich der Aufwand an Arbeit, Zeit und Geld lohnt, steht in den Sternen. Wer dafür Tausende von Euro investiert, sieht diese meistens nicht wieder.

*

Frage: Gab es für Sie als Buchautor auch Unerfreuliches?

Antwort: Reichlich. Bei den Recherchen für Sachbücher stieß ich erstaunlich oft auf Menschen, die auf Anfragen keine Antwort geben. Schlimm war, wenn ein Buchmanuskript fertig war und der Verlag beschloss, dieses erst ein Jahr später auf den Markt zu bringen, weil er schon genügend Bücher im Programm hatte. Nervig ist, dass viele Medien an Büchern aus unterschiedlichen Gründen kein Interesse haben und sie totschweigen. Ein trauriges Kapitel sind auch Neid und Missgunst. Viele Neider hätten zwar gern mein Buchhonorar gehabt, nicht aber die vielen Arbeitstunden (bei manchen Titeln schätzungsweise 10.000 Stunden). Seltsam sind teilweise sogar Verwandte, Freunde und Bekannte, die meinen, ein Autor könne auf seine Kosten hunderte von Büchern verschenken.

*

Frage: Schreiben Sie weiterhin Bücher?

Antwort: Momentan arbeite ich einem umfangreichen Buch mit Frauenbiografien, dessen Titel ich noch nicht verrate. Es wird wohl nicht der letzte Titel sein ...

*

Weblinks:

Ernst Probst bei "Wikipedia"
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Probst

Ernst Probst bei "biografien-news"
http://biografien-news.blog.de/2005/12/10/biografien_von_ernst_probst~376539/

Bücher von Ernst Probst
http://buecher-von-ernst-probst.blogspot.com

Blick ins Buch
http://blick-ins-buch.blogspot.com

Buch "Adlerschrei und Zitronenfalter" mit Tiergedichten

















Taschenbuch „Adlerschrei und Zitronenfalter“ (Herausgeberin: Doris Probst)

Wiesbaden (mainz-kostheim) - Gedichte berühmter Schriftsteller/innen über zahme, wilde, existente, ausgestorbene und fiktive Tiere präsentiert Doris Probst aus Wiesbaden in dem von ihr herausgegebenen Taschenbuch „Adlerschrei und Zitronenfalter“. Der Titel erhebt nicht den Anspruch, alle Gedichte, die jemals über Tiere geschrieben wurden, zu enthalten. Er soll lediglich unterhalten und das Augenmerk von Literatur-, Natur- und Tierfreunden auf eine wenig bekannte Gattung der Lyrik lenken, nämlich Gedichte über Tiere. "Adlerschrei und Zitronenfalter" ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ als gedruckte Taschenbuch oder elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich. Von Doris Probst stammt auch die Taschenbuchreihe „Weisheiten und Torheiten“ mit Aphorismen über das Alter, die Arbeit, Ehe, Frauen, Fußball, Kinder, Liebe, Männer, Medien und Mütter. Einzeltitel sind ebenfalls bei „GRIN“ sowie in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich.

Bestellungen des Taschenbuches "Adlerschrei und Zitronenfalter" bei:
http://www.grin.com/e-book/112731/adlerschrei-und-zitronenfalter-gedichte-ueber-tiere

*

Die Herausgeberin Doris Probst

Doris Probst, geborene Baumbauer, wurde 1947 in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) geboren. Sie interessiert sich für Literatur und Musik und malt gerne. Seit 1983 lebt sie in Mainz-Kostheim im Stadtkreis Wiesbaden (Hessen). Von ihr stammen die Bücher "Adlerschrei und Zitronenfalter. Gedichte über Tiere" sowie "Weisheiten und Torheiten über das Alter", "Weisheiten und Torheiten über die Arbeit", "Weisheiten und Torheiten über die Ehe", "Weisheiten und Torheiten über Frauen", "Weisheiten und Torheiten über Kinder", "Weisheiten und Torheiten über die Liebe", "Weisheiten und Torheiten über Mütter" sowie "Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball" und "Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien" (letztere zwei Titel zusammen mit Ernst Probst).

Freitag, 30. Oktober 2009

Bücher von Ernst Probst aus Mainz-Kostheim

Wiesbaden (mainz-kostheim) - Wer sich für Taschenbücher und E-Books aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst aus Mainz-Kostheim interessiert, wird auf der Webseite von "GRIN Verlag für akademische Texte" mit der Internetadresse
http://www.grin.com/search?searchstring=Ernst+Probst&field=data&submit=submit
besonders fündig. Dort werden zahlreiche Titel des aus Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz (Bayern) stammenden Schriftstellers aus den Themenbereichen Biografien,
Geschichte, Natur und Wissenschaft angeboten. Hier eine Auswahl:

Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yetik
Archaeopteryx. Der Ur-Vogel aus Bayern
Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald
Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
Die Adlerberg-Kultur
Die Aunjetitzer Kultur
Die Bronzezeit
Die Hügelgräber-Kultur
Die Lausitzer Kultur
Die Lüneburger Gruppe in der Bronzezeit
Die nordische Bronzezeit
Die Stader Gruppe in der Bronzezeit
Die Straubinger Kultur
Die Urnenfelder-Kultur
Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
Königinnen der Lüfte
Königinnen des Tanzes
Meine Worte sind wie die Sterne. Die Rede des Häuptlings Seattle
und andere indianische Weisheiten (zusammen mit Sonja Probst
Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
Rekorde der Urmenschen
Rekorde der Urzeit
Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Moster
Superfrauen aus dem Wilden Westen
Superfrauen 2 - Religion
Superfrauen 5 - Wissenschaft
Superfrauen 6 - Medizin
Superfrauen 7 - Film und Theater
Superfrauen 8 - Literatur
Superfrauen 10 - Musik und Tanz
Superfrauen 11 - Feminismus und Familie
Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik

Dienstag, 15. Juli 2008

Video: "Weingut Donnermühle in Mainz-Kostheim"



Video: "Weingut Donnermühle in Mainz-Kostheim" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=dpIPIRdy9Ts

Beschreibung des Videoclips:

Weingut Donnermühle in Mainz-Kostheim (Stadtkreis Wiesbaden) in Hessen. Hier wohnte einst der Revolutionär Adam Lux (1765-1793).

*

Adam Lux (1765–1793) war ein armer, aber ungewöhnlich intelligenter Bauernsohn aus Obernburg. Seine Eltern ermöglichten ihm ein Studium an der Mainzer Universität, wo er – noch keine 20 Jahre alt –mit einer Dissertation in lateinischer Sprache über den Enthusiasmus zum Dr. phil. promovierte. Der mittellose Akademiker arbeitete als Hauslehrer in der Familie des Mainzer Kaufmanns Dumont. Dessen Frau war eine Tochter des kurzmainzischen Hofgerichtsrats Reuter und hatte eine Schwester namens Sabine, die Lux heiratete. Seine Frau hatte in Kostheim das „Lammerzsche Haus“ gekauft. Dank der beträchtlichen Mitgift, die seine Gattin in die Ehe einbrachte, konnte Lux die „Donnermühle“ in Kostheim kaufen.
Am 16. Oktober 1786 trug man Lux in Kostheim ins Bürgerprotokoll ein. In der Folgezeit betätigte er sich als Landwirt und Philosoph und zeugte drei Töchter, von denen eine bald starb. In der „Donnermühle“ führte er ökonomische Experimente im Geiste des französischen Schriftstellers und Kulturphilosophen Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) durch. Früh engagierte er sich für die Ideen der „Französischen Revolution“ (1789–1799) sowie für eine Verbrüderung und den Anschluss an Frankreich. Er lud die Einwohner von Kostheim an drei hintereinanderfolgenden Tagen zur Information ein. Am vierten Tag, dem 24. November 1792, wurde die Zustimmung zur Verbrüderung durch Unterschrift in einem roten Buch dokumentiert. In Kostheim waren damals 223 Männer ab dem 21. Lebensjahr stimmberechtigt, von denen 213 für Verbrüderung und Anschluss und zwei dagegen stimmten; acht Männer befanden sich auf Geschäftsreisen. Man feierte die erfolgreiche Abstimmung mit Musik und Lux ließ aus seinem Hof einen Baum ausgraben und auf einem öffentlichen Platz als Freiheitsbaum aufstellen. Jeder Kostheimer Bürger erhielt auf Kosten der Gemeindekasse „eine Bouteille Wein und 14 Kreuzer mit einem Zettel, auf dem zu lesen war: „Dies Geschenk macht dir das Vaterland als ein Andenken des Tags der Freiheit ...“ Adam Lux zog mit seiner Familie nach Mainz, wohnte im Haus eines Tierarztes und wurde zum Deputierten des „Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents“ gewählt. Am 21. März 1793 trat der Nationalkonvent in Mainz zusammen und diskutierte darüber, die kleine „Mainzer Republik“ links des Rheins im großen Vaterland aller Republikaner, also in Frankreich, aufgehen zu lassen. Dafür trat auch Lux in seiner Rede ein. Man sandte ihn zusammen mit dem Kaufmann Potocki und dem Naturforscher und Schriftsteller George Forster (1754–1794) als Deputierten der „Mainzer Republik“ und begeisterten Befürworter der „Französischen Revolution“ nach Paris. Doch dort war er über die blutigen Entartungen der Revolution bald sehr enttäuscht. Am 17. Juli 1793 erlebte er die Hinrichtung von Charlotte de Corday d’Armont (1768–1793), der Mörderin des Präsidenten des Jakobinerclubs, Jean-Paul Marat (1744-1793), die ihn stark beeindruckt hatte. In der Folgezeit führte er durch Veröffentlichung provozierender Pamphlete bewusst seinen Tod am 4. November 1793 auf dem Schafott herbei. Was ihn dazu bewog, ist nicht genau bekannt. Seine Familie geriet durch die Kämpfe um Kostheim in große Not.

Dienstag, 1. Juli 2008

Die Barbarossasäule auf der Maaraue in Mainz-Kostheim



Video: "Barbarossasäule auf der Maaraue in Mainz-Kostheim 1" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=8C3bqyJjaxA

Beschreibung des Videoclips:

Barbarossasäule auf der Insel Maaraue in Mainz-Kostheim (Stadtkreis Wiesbaden) in Hessen.

Der staufische Kaiser Friedrich I. (1122–1190), wegen seines rötlichen Bartes auch Barbarossa (Rotbart) genannt, hielt zu Pfingsten 1184 auf der rechtsrheinischen Insel Maaraue bei Kostheim ein ungewöhnlich prächtiges Reichsfest ab. Mit Ritterspielen und etwa 40000 Besuchern galt dieses als das größte Fest, das bis dahin je in Deutschland gefeiert wurde. Anlass dazu war die „Schwertleite“ (Ritterschlag) der Kaisersöhne Heinrich und Friedrich. Wegen des Reichsfestes errichtete man auf der Maaraue eine Kaiserpfalz mit einer Kirche und festen Herbergen aus Holz und schlug eine Schiffbrücke zum auf der linken Rheinseite gelegenen Fischtor in Mainz. Am ersten Pfingsttag fanden die Feiern im Mainzer Dom statt. Tags darauf erfolgte auf der Maaraue der Ritterschlag der beiden Kaisersöhne, an den sich Ritterparaden und -spiele anschlossen, an denen sich auch der Kaiser beteiligte. Zur Feier des Tages erhielten alle Gäste, das Volk und die fahrenden Leute kostbare Erinnerungsgaben. Am dritten Tag tobte ein Unwetter, bei dem Brände ausbrachen, Holzbauten einstürzten und sogar Menschen zu Tode kamen. In der sächsischen Weltchronik heißt es über das Reichsfest: „Dat was de groteste hochtit en, die im em dudischeme lande ward“ („Das war das größte Fest, das je in einem deutschen Lande (gefeiert) ward). An das Reichsfest von 1184 erinnert die so genannte steinerne Barbarossasäule, die 1986 auf der Maaraue errichtet wurde.

Freitag, 27. Juni 2008

Der Künstler Jakob Schmitt aus Mainz-Kostheim

Der am 11. Oktober 1891 in Mainz geborene Silberschmied Jakob Schmitt bildete sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg an der Mainzer Kunstgewerbeschule weiter und stand vor der Meisterprüfung. Doch er wurde zum Militär einberufen und verlor am Heiligen Abend 1914 in Frankreich durch einen Gewehrschuss beide Augen. Von 1915 bis 1922 besuchte er als einziger Blinder die Frankfurter Kunstgewerbeschule und befasste sich vor allem mit der Großplastik. Zwischen 1919 und 1921 schuf er die Plastik Entenfänger, die als sein populärstes Werk gilt. 1934 wurde der Entenfänger anlässlich der 80-Jahr-Feier des Mainzer Verschönerungsvereins als Brunnenfigur auf dem Flachsmarkt aufgestellt, verschwand aber während des Zweiten Weltkrieges. Jakob Schmitt wohnte von 1923 bis 1934 in Mainz-Kostheim in der Schiersteiner Straße 17 in seinem eigenen Haus mit Atelier. Seine 1929 geschaffene Steinfigur Jesuskind mit dem Lamm, die im Mai 1932 auf dem Kinderspielplatz bei der Maria Hilf-Kirche in Mainz-Kostheim aufgestellt wurde, ist verschollen. 1935 zog er nach Mainz-Kastel und arbeitete dort in der Reduit in einem großen Atelier. Werke des blinden Künstlers wurden bei Ausstellungen in Berlin, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Karlsruhe, Stuttgart, Würzburg und Mainz gezeigt. Jakob Schmitt starb am 13. Dezember 1955. Im Frühjahr 2001 erhielt der Heimatverein Kostheim e. V. aus dem Fundus der Stadt Mainz einige Plastiken von Jakob Schmitt als Dauerleihgaben.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Videos aus Mainz-Kostheim



Video: "Mainz-Kostheim am Main" bei Youtube

Mainz-Kostheim (mainz-kostheim) - Videos aus Mainz-Kostheim sind im gleichnamigen Weblog unter der Internetadresse http://videos-aus-mainz-kostheim.blogspot.com zu sehen. Laut Online-Lexikon "Wikipedia" ist Mainz-Kostheim der südlichste Stadtteil der Landeshauptstadt Wiesbaden und liegt unmittelbar an der Mündung des Mains in den Rhein. Dieser Stadtteil gehört zu den so genannten AKK-Stadtteilen, welche bis zum Jahre 1945 zur Stadt Mainz gehörten und nach dem Krieg von der amerikanischen Militärregierung der Stadt Wiesbaden zugeordnet wurden. Kostheim hat 13.500 Einwohner. Das Wappen zeigt die "Kostheimer Zange". Der Betreiber dieses Weblogs wohnt seit 1983 mit seiner Familie in Mainz-Kostheim.

Weblink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mainz-Kostheim

Montag, 23. Juni 2008

Singende Mädchen aus Mainz-Kostheim



Video: "I will follow him" von "Mawkish23" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=RDKO4QEpmeM

Mainz-Kostheim - Singende Mädchen aus Mainz-Kostheim sind im Kanal "Mawkish23" auf der Videoplattform "Youtube" zu hören und zu sehen. Der Kanal mit der Internetadresse http://de.youtube.com/user/Mawkish23 wurde am 2. September 2007 gestartet. Bis Ende Juni 2008 gehörten insgesamt 16 Videoclips zum Angebot. Was dem Kanal und den Videoclips bisher noch fehlt, sind informative Beschreibungen.

Samstag, 21. Juni 2008

Video: "Igel im Garten" in Mainz-Kostheim

Link: sevenload.com


Video: "Igel im Garten" von "urzeit" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/JhbgXsaI-Igel-im-Garten

Beschreibung des Videosclips:

Spaziergang eines kleinen Stachelritters im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim (Hessen) - Aufgenommen im September 2007

Autor aus Mainz-Kostheim schrieb Buch über den Räuber "Schwarzer Peter"

Mainz-Kostheim – Der Begriff "Schwarzer Peter", der oft verwendet wird, wenn es darum geht, jemand die Schuld für einen Fehler zuzuschieben, erinnert an den Räuber Peter Petri, der im 18. und 19. Jahrhundert im Hunsrück und Odenwald sein Unwesen trieb. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wissenschaftsautor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim in seinem Taschenbuch "Der Schwarze Peter“ (ISBN 3638951421) hin.

Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene, schwarzhaarige Holzfäller, Köhler und Räuber war ein Lehrmeister und Komplize des 25 Jahre jüngeren Schinderhannes (1777-1803), der als Deutschlands berühmtester Räuber gilt. Peter Petri kam auf die schiefe Bahn, nachdem französische Soldaten 1792 seine Hütte in der Holzfällerkolonie Hüttgeswasen bei Allenbach im Hunsrück angezündet hatten.

1812 verurteilte man Peter Petri im damals zu Frankreich gehörenden Mainz wegen seiner Verbrechen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die er in Bicetre bei Paris absitzen sollte. Er erfand hinter Gittern das Kartenspiel "Schwarzer Peter", bevor er zu einem heute nicht mehr bekannten Zeitpunkt im Säuferwahn starb. Sowohl der Name des Kartenspiels als auch der Begriff "Schwarzer Peter" gehen laut Ernst Probst auf den zu Lebzeiten gefürchteten Räuber zurück.

*

Bestellungen des Taschenbuches "Der Schwarze Peter" in rund 100 Online-Buchhandlungen wie zum Beispiel:
http://www.buecher.de/shop/Buecher/Der-Schwarze-Peter-Ein-Raeuber-im-Hunsrueck-und-Odenwald/Probst-Ernst/products_products/detail/prod_id/24005593/

Video: "Schwäne im Main bei Mainz-Kostheim"



Video: "Schwäne im Main bei Mainz-Kostheim" von "urzeit" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=7ShkaeR6VC4

Beschreibung des Videoclips:

Schwan im Main bei Mainz-Kostheim (Stadtkreis Wiesbaden) in Hessen. Tiervideos bei: http://tier-welt.blogspot.com

Wegkreuze in Mainz-Kostheim

Fähncheskreuz
1697 wurde am Feldweg Steigweg an einer alten Wegkreuzung ein steinernes Wegkreuz errichtet, das man wegen einer metallenen Wetterfahne darauf als „Fähncheskreuz“ bezeichnete. Der große Sockel dieses Kreuzes stammt erst aus dem Jahr 1783 und wurde von dem Schultheißen und Landzöller Franz Kaltenbach und seiner Ehefrau Gertrud errichtet. 1862 ließ Nikolaus Krimmel durch den Steinmetzmeister Adam Frisch das „Fähncheskreuz“ renovieren. Anfang Juli 1895 barg man unter dem Kreuz die obere Hälfte eines römischen Grabsteins aus dem späten 1. Jahrhundert n. Chr. Dieser Grabstein eines Soldaten mit lateinischer Inschrift stammte vermutlich aus dem römischen Gräberfeld von „Castellum Mattiacorum“, dem heutigen Mainz-Kastel. Der Stein wurde zum „Fähncheskreuz“ transportiert und wahrscheinlich zu dessen Fundamentierung verwendet. 1926 renovierte der Kostheimer Bauernverein das Fähncheskreuz. Ende 1981 ließ der „Kostheimer Heimatverein“ das Kreuz wieder mit einem Fähnchen versehen, nachdem das alte verschwunden war. Später fand man die alte Wetterfahne wieder. Sie wird im „Heimatmuseum Kostheim“ aufbewahrt.

Steinern Kreuz
Das „Steinern Kreuz“ (Pieta) stand früher am Steinern-Kreuz-Weg in Kostheim. Später wurde es aus verkehrstechnischen Gründen in die Eichenstraße verlegt.

Wegkreuz im Gotthelf
An der Hochheimer Straße in der Flur „Im Gotthelf“ stand einst ein steinernes Wegkreuz. Der Torso dieses Kreuzes wurde von Mitgliedern des „Heimatvereins Kostheim“ geborgen und vor weiterem Verfall bewahrt.

Wahrzeichen von Mainz-Kostheim

Martinus mit dem Mainzer Rad war bis 1800 das Kostheimer Wahrzeichen. Danach wurde es durch eine silberne Zange auf rotem Feld ersetzt. Vermutlich sollte die Zange an das Schmiedehandwerk erinnern.

Straßennamen in Mainz-Kostheim

Alter Kirschgarten und Oberer Kirschgarten
Die Straßennamen „Alter Kirschgarten“ und „Oberer Kirschgarten“ werden unterschiedlich erklärt. Entweder soll sich dort früher – vor der Ortsmauer – ein Kirschgarten befunden haben oder0 ein Kirchgarten, aus dem durch einen Schreibfehler ein „Kirschgarten“ wurde.

Am blauen Garten
Der Straßenname „Am blauen Garten“ erinnert an das alte Ausflugslokal „Zum blauen Garten“.

An der Kieskaut
Der Straßenname „An der Kieskaut“ beruht vermutlich darauf, dass sich dort einst eine Kiesgrube befand.

An der Rampe
Der Straßenname „An der Rampe“ erinnert an die Rampe, die 1907 zur Überbrückung der Taunusbahn mit Erdaushub aus dem Floßhafen errichtet wurde.

Bischofsheimer Straße
Den Name „Bischofsheimer Straße“ wählte man in den 1930-er Jahren, als Bischofsheim zu Mainz eingemeindet wurde.

Bruchstraße
Der Name „Bruchstraße“ fußt darauf, dass diese Straße zur Gemarkung „Bruch“ oberhalb der SCA führt.

Burgstraße
Der Begriff „Burgstraße“ erinnert daran, dass sich dort einst eine königliche „Villa“ mit Zehntenscheuer und Keller befand. Später lagen dort Gutshöfe von Beamten aus Mainz.

Floßhafenstraße
Die Floßhafenstraße verdankt ihren Namen der Tatsache, dass früher zum Kostheimer Floßhafen führte. Früher diente sie als Zubringer für die Sägewerke.

Gänssaalweg
Der Gänssaaleweg wurde nach einem Flurnamen benannt.

Glacisweg
Der Name Glacisweg erinnert an eine ehemalige Erdaufschüttung vor einem Festungsgraben, die man in der Militärsprache als „Glacis“ bezeichnet. Dieser Festungsgraben wurde nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) mit Trümmerschutt gefüllt.

Gustavsburger Straße
Der Name „Gustavsburger Straße“ entstand in den 1930-er Jahren, als Gustavsburg zu Mainz eingemeindet wurde.

Herrenstraße
In der Herrenstraße stand früher der Hof der Herren von St. Stefan zu Mainz.

Hochheimer Straße
Die Hochheimer Straße führt aus der Richtung von Mainz nach Hochheim.

Im See
Der Straßenname „Im See“ entstand zur Erinnerung an einen Teich bzw. See.

Maaraustraße
Die Maaraustraße führt zum Insel Maaraue sowie zum Main.

Mainpfortstraße
Die Mainpfortstraße verdankt ihren Namen einem alten Zugang zur Mainfähre. Jene Mainpforte befand sich in der früheren Ortsmauer von Kostheim.

Mainuferstraße
Die Mainuferstraße erstreckt sich am Kostheimer Mainufer.

Mühlweg
Der Mühlweg führt am Käsbach entlang und an der Donnermühle vorbei nach Hochheim.

Münchhofstraße
Der Name „Münchhofstraße“ soll vielleicht daran erinnern, dass sich dort einst ein Mönchhof befand.

Römerfeld
Der Straßenname „Römerfeld“ basiert auf römischen Gräberfunden.

Rosenstraße
Die Rosenstraße ist nicht nach einer Blume, sondern nach dem alten Kostheimer Gasthaus „Zur Rose“ benannt.

Rüsselsheimer Straße
Die „Rüsselsheimer Straße“ verdankt ihren Namen dem Umstand, dass viele Kostheimer bei der Opel AG in Rüsselsheim arbeiteten.

Schulstraße
Die Schulstraße zwischen Münchhofstraße und Mathildenstraße führt zur Carlo-Mierendorf-Grundschule in Kostheim.

Siebenmorgenweg
Die Straße „Siebenmorgenweg“ ist nach einem Flurnamen bezeichet.

Steigweg
Der als Steigweg bezeichnete Feldweg verdankt seinen Namen der aufgesteigenden Geländeform.

Steinern-Kreuz-Weg
Den Steinern-Kreuz-Weg hat man nach dem Wegkreuz „Steinern Kreuz“ benannt, das einst dort stand, aber später in die Eichenstraße verlegt wurde.

Steinern Straße
Die Steinern Straße war einst eine von den Römern befestigte Heerstraße, die von Mainz zur römischen Grenzbefestigung Limes führte.

Taunusstraße
Die Taunusstraße führt in Richtung des Taunus.

Zur Weißerd
Die Straße „Zur Weißerd“ führt zu Weinbergslage „Weißerd“.

*

Nach Personen benannte Straßennamen

Anton-Hehn-Straße
Die Anton-Hehn-Straße wurde nach dem langjährigen Sprecher der CDU-Ortsbeiratsfraktion in Mainz-Kostheim, Anton Hehn (1931–1988), benannt, der sich vorbildlich für Kostheim, die Pfarrei, die Vereine sowie für die Einwohner eingesetzt hat.

Berberichstraße
Die Berberichstraße und die benachbarte Kleine Berberichstraße sind nach Maria Felicitas Benigna Freifrau von Berberich (1707–1764), geborene Wolfskehl, einer Wohltäterin Kostheims, bezeichnet. Vor der Eingemeindung nach Mainz im Jahre 1913 hieß diese Straße noch Frühlingsstraße.

Camozzistraße
Die Camozzistraße ist nach dem Mainer Händler Camozzi benannt, der in Kostheim in der Herrenstraße Nr. 12 wohnte. Seine Frau Maria Camozzi wurde 1781 in Como geboren und starb 1862 in Kostheim. Die Ehefrau und die Tochter des Händlers erwarben sich beim Wiederaufbau von Kostheim große Verdienste.

Franziska-Retzinger-Promenade
Bei der Franziska-Retzinger-Promenade handelt es sich um einen Weg auf der Insel Maaraue. Sie ist nach der Kostheimer Kommunalpolitikerin Franziska Retzinger (1898–1976) benannt. Diese war Mitglied im Ortsbeirat, Stadtverordnete und Stadtälteste.

Friedrichstraße
Der Name Friedrichstraße erinnert an Kaiser Friedrich I. (1122–1190). genannt Barbarossa (italienisch: „Rotbart“), der 1184 auf der Maaraue ein Reichsfest durchführte.

Hugo-Wolf-Straße
Mit dem Namen Hugo-Wolf-Straße wurde der österreichische Liedkomponist Hugo Wolf (1860–1903) geehrt, der viele Gedichte von Eichendorf, Goethe und Möricke vertont hat.

Kilianstraße
Die Kilianstraße wurde nach dem heiligen Kilian, dem „Apostel der Franken“, bezeichnet. Dieser irische Missionar wurde mit seinen Gefährten um 689 in Würzburg getötet.

Kleine Berberichstraße
Die Kleine Berberichstraße erinnert an Maria Felicitas Freifrau von Berberich (um 1707–1764), eine Wohltäterin Kostheims.

Konrad-Schollmayer-Straße
Mit dem Namen Konrad-Schollmayer-Straße wurde im November 2002 der Kostheimer Bürgermeister Konrad Schollmayer (1800–1866) geehrt. Dies hatte der Heimatverein Kostheim vorgeschlagen. Die Straße liegt auf der Insel Maaraue.

Krauseneckstraße
Die Krauseneckstraße wurde nach dem preußischen General Johann Wilhelm von Krauseneck (1774–1850), dem ehemaligen Mainzer Festungskommandeur vor 1860, benannt.

Lesselallee
Die Lesselallee auf der Südseite der Insel Maaraue wurde nach dem letzten Bürgermeister von Kostheim, Johann Lessel (1848–1913), bezeichnet, der den Eingemeindungsvertrag mit Mainz unterschrieb.

Luisenstraße
Der Name Luisenstraße erinnert an die preußische Königin Luise (1776–1810), die Ehefrau von König Friedrich Wilhelm III. (1770–1840). Im Juli 1807 versuchte sie in Tilsit bei einem Gespräch mit Napoléon vergeblich, die Friedensbestimmungen für Preußen zu mildern. Ihr Engagement, ihre Lebensweise und ihr früher Tod trug zur Legendenbildung bei.

Margarethenstraße
Die Margarethenstraße könnte nach der heiligen Margarethe oder nach der Großherzogin Margarethe, der Ehefrau von Großherzog Ludwig I. von Hessen, benannt worden sein. Erstere gehört zu den so genannten 14 Nothelfern, letztere initiierte eine Sammlung für das nach den napoléonischen Kriegen zerstörte Kostheim und spendete selbst einen fünfstelligen Betrag.

Mathildenstraße
Der Name Mathildenstraße erinnert an Mathilde von Bayern (1813–1862), die Gemahlin des Großherzogs Ludwig III. von Hessen-Darmstadt.

Nikolausstraße
Die Nikolausstraße ist nach dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron derSchiffer und einem der 14 Nothelfer, bezeichnet.

Uthmannstraße
Die Uthmannstraße erinnert an den deutschen Komponisten und Dirigenten Gustav Adolf Uthmann (1867–1920).

Viktoriastraße
Bei der Vikoriastraße ist ungewiss, ob sie nach Prinzessin Viktoria, einer Tochter des Großherzogs Ludwig IV. von Hessen-Darmstadt oder nach der Kaiserin Viktoria (1840–1901), der aus England stammenden Gemahlin des Kaisers Friedrich III. (1831–1888), benannt wurde, der nach 99 Tagen Regierung einem Krebsleiden erlag.

Wilhelmstraße
Mit dem Namen Wilhelmstraße wurde Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) geehrt.

Zelterstraße
Die Zelterstraße ist nach dem Komponisten Friedrich-Karl Zelter (1758–1832) benannt.

Der Steigweg von Mainz-Kostheim

Der Steigweg diente den Römern als prachtvolle Heeresstraße. An ihr lag das Gräberfeld von Castellum Matiacorum (Mainz-Kastel). Heute ist der Steigweg ein Feldweg. An seinem höchsten Punkt wurde 1697 ein Wegkreuz errichtet. Wegen der Wetterfahne auf diesem Kreuz bezeichnete man dieses als Fähncheskreuz.

Die Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kostheim

Fast ein Jahrzehnt nach Beginn der Planungen wurde am 9. Oktober 1968 die Wilhelm-Leuschner-Schule als Additive Gesamtschule an der Steinernstaße in Mainz-Kostheim eingeweiht. Ein Jahr später fiel die Entscheidung für die Umwandlung in eine Integrierte Gesamtschule (ab Jahrgangsstufe 7) und damit für eine reformorientierte Pädagogik. In der Folgezeit baute ein junges Kollegium mit großem Engagement eine der drei Integrierten Gesamtschulen Hessens auf. 1970 wurde nach der Fertigstellung des letzten großen Gebäudes – wegen seiner Form „L-Bau“ genannt – großzügige Räumlichkeiten für den Kunst-, Arbeitslehre- und naturwissenschaftlichen Unterricht zur Verfügung gestellt. 1972 besuchten die ersten Schüler die Gymnasiale Oberstufe der Wilhelm-Leuschner-Schule. Danach erfolgten pädagogisch-innovative Modellvesuche wie beispielsweise Lokalfernsehen. 1988 öffnete die Wilhelm-Leuschner-Schule erstmals für die fünften und sechsten Klasse ihre Pforten. Nun entstand ein eigenständiges Unterrichtskonzept für die Unter- und Mittelstufe. Ab Anfang der 1990-er Jahre arbeiteten die Pädagogen der Gymnasialen Oberstufe an der Entwicklung eines zeitgemäßen, inhaltlich ausgewiesenen Programms zur optimalen Vorbereitung auf Beruf und Studium. Ab 1998 setzte die Jahrgangsstufe 12 mit fächerübergreifendem Projektunterricht ein.
Die Wilhelm-Leuscher-Schule ist nach dem Stadtrat in Darmstadt, Mitglied des Hessischen Landtags, hessischen Innenminister und stellvertretenden Vorsitzenden des „Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes“, Wilhelm Leuscher (1890–1944), benannt. Er protestierte gegen die Auflösung der Gewerkschaften durch das Hitler-Regime, betätigte sich führend in der Widerstandsbewegung, wurde 1944 zum Tode verurteilt und in Plötzensee gehängt.
Wilhelm-Leuschner-Schule,
Steinernstraße 20, 55246 Mainz-Kostheim,
Telefon 06134/603410, Fax 06134/603400

Der Journalist und Autor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim












Der Journalist und Autor Ernst Probst (geb. 1946 in Bayern) lebt seit 1983 in Mainz-Kostheim. Er schrieb mehr als 30 Bücher wie „Deutschland in der Urzeit“ (1986), „Deutschland in der Steinzeit“ (1991), „Rekorde der Urzeit“ (1992), „Dinosaurier in Deutschland“ (1993, zusammen mit Raymund Windolf), „Deutschland in der Bronzezeit“ (1996), die 14-bändige Taschenbuchreihe „Superfrauen“ (2001), „Meine Worte sind wie die Sterne“ (2001, zusammen mit Sonja Probst), „Monstern auf der Spur“ (2001), „Worte sind wie Waffen“ (2002, zusammen mit Doris Probst“, „Königinnen der Lüfte“ (2002), „Königinnen des Tanzes“ (2002) und „Nessie. Das Monsterbuch“ (2002), „Der Schwarze Peter“ (2005). 2001 gründete er den Verlag Ernst Probst, der Bücher, Taschenbücher, eBooks, CD-ROMs und im Internet veröffentlicht. Ende 2006 wurde der Verlag aus Altersgründen geschlossen. Zeitweise war Ernst Probst als internationaler Fossilienhändler und Antiquitätenhändler aktiv. Im Internet betreibt er zahlreiche Weblog wie http://biografien-news.blog.de - http://dinosaurier-news.blog.de - http://medien-news.blog.de - http://internet-zeitung.blogspot.com - http://kostenlose-pressedienst.blogspot.com

Die Mainschleuse von Mainz-Kostheim

Die Schleuse Mainz-Kostheim gilt als verkehrsreichste im deutschen Wasserstraßennetz. Im Jahr 2000 zum Beispiel passierten fast 28000 Schiffe mit rund 23,5 Millionen Tonnen Fracht diese Schleuse. Um diese Ladung auf der Straße zu transportieren, hätte man ca. 785000 Lastkraftwagen benötigt.

Die Barbarossasäule auf der Maaraue bei Mainz-Kostheim














Die etwa 2,50 Meter hohe Barbarossasäule auf der Rheininsel Maaraue bei Mainz-Kostheim erinnert an das prächtige Reichsfest, das Kaiser Friedrich I. (1122–1190) – wegen seines rötlichen Bartes auch Barbarossa („Rotbart“) genannt) – zu Pfingsten 1184 dort abhielt. Auf der aus Miltenberger Buntsandstein geschaffenen Säule sind der Kaiser mit Reichsapfel und Zepter in der Hand sowie seine Söhne Heinrich und Friedrich abgebildet, die beim Reichsfest zum Ritter geschlagen wurden. Der „Heimatverein Kostheim“ ließ die Barbarossasäule am 27. Mai 1986 auf der Maaraue aufstellen. Die Säule entstand im Ausbildungszentrum des Steinmetzhandwerks in Mainz-Hechtsheim.

Teufelssprung in Mainz-Kostheim

Der Teufelssprung in Mainz-Kostheim soll während eines heftigen Unwetters im Mittelalter entstanden sein. Angeblich war es dabei so dunkel, dass man seine Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Es blitzte und donnerte so stark, dass sich die Leute auf den Feldern sehr fürchteten. Einer Sage zufolge schlug krachend und „feuerspeiend“ ein Blitz ein, worauf ein Baum lichterloh brannte und es nach Schwefel stank. Als das Unwetter vorbei war, fand man am Schauplatz des Blitzeinschlages eine Delle im Boden, die wie ein großer Hufabdruck aussah. Da der Teufel oft mit einem Pferdefuß abgebildet sowie mit Feuer, Rauch und Schwefel in Verbindung gebracht wird, hieß es, er habe dort zum Sprung angesetzt. Dabei sei der Boden aufgerissen worden und Wasser herausgekommen, nämlich der Teufelssprungbach, den man auch Königsfloß nennt.– Einer anderen Sage zufolge wollte eine Kostheimerin am Königsfloßbach einen schweren Korb auf ihren Kopf heben, schaffte dies aber nicht. In ihrer Not rief sie: „Hilft mir denn kein Teufel?“ Daraufhin erschien tatsächlich der Teufel, half der Frau. sprang über den Bach und verschwand.

Der Revolutionär Adam Lux aus Mainz-Kostheim

Adam Lux (1765–1793) war ein armer, aber ungewöhnlich intelligenter Bauernsohn aus Obernburg. Seine Eltern ermöglichten ihm ein Studium an der Mainzer Universität, wo er – noch keine 20 Jahre alt –mit einer Dissertation in lateinischer Sprache über den Enthusiasmus zum Dr. phil. promovierte. Der mittellose Akademiker arbeitete als Hauslehrer in der Familie des Mainzer Kaufmanns Dumont. Dessen Frau war eine Tochter des kurzmainzischen Hofgerichtsrats Reuter und hatte eine Schwester namens Sabine, die Lux heiratete. Seine Frau hatte in Kostheim das „Lammerzsche Haus“ gekauft. Dank der beträchtlichen Mitgift, die seine Gattin in die Ehe einbrachte, konnte Lux die „Donnermühle“ in Kostheim kaufen.
Am 16. Oktober 1786 trug man Lux in Kostheim ins Bürgerprotokoll ein. In der Folgezeit betätigte er sich als Landwirt und Philosoph und zeugte drei Töchter, von denen eine bald starb. In der „Donnermühle“ führte er ökonomische Experimente im Geiste des französischen Schriftstellers und Kulturphilosophen Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) durch. Früh engagierte er sich für die Ideen der „Französischen Revolution“ (1789–1799) sowie für eine Verbrüderung und den Anschluss an Frankreich. Er lud die Einwohner von Kostheim an drei hintereinanderfolgenden Tagen zur Information ein. Am vierten Tag, dem 24. November 1792, wurde die Zustimmung zur Verbrüderung durch Unterschrift in einem roten Buch dokumentiert. In Kostheim waren damals 223 Männer ab dem 21. Lebensjahr stimmberechtigt, von denen 213 für Verbrüderung und Anschluss und zwei dagegen stimmten; acht Männer befanden sich auf Geschäftsreisen. Man feierte die erfolgreiche Abstimmung mit Musik und Lux ließ aus seinem Hof einen Baum ausgraben und auf einem öffentlichen Platz als Freiheitsbaum aufstellen. Jeder Kostheimer Bürger erhielt auf Kosten der Gemeindekasse „eine Bouteille Wein und 14 Kreuzer mit einem Zettel, auf dem zu lesen war: „Dies Geschenk macht dir das Vaterland als ein Andenken des Tags der Freiheit ...“ Adam Lux zog mit seiner Familie nach Mainz, wohnte im Haus eines Tierarztes und wurde zum Deputierten des „Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents“ gewählt. Am 21. März 1793 trat der Nationalkonvent in Mainz zusammen und diskutierte darüber, die kleine „Mainzer Republik“ links des Rheins im großen Vaterland aller Republikaner, also in Frankreich, aufgehen zu lassen. Dafür trat auch Lux in seiner Rede ein. Man sandte ihn zusammen mit dem Kaufmann Potocki und dem Naturforscher und Schriftsteller George Forster (1754–1794) als Deputierten der „Mainzer Republik“ und begeisterten Befürworter der „Französischen Revolution“ nach Paris. Doch dort war er über die blutigen Entartungen der Revolution bald sehr enttäuscht. Am 17. Juli 1793 erlebte er die Hinrichtung von Charlotte de Corday d’Armont (1768–1793), der Mörderin des Präsidenten des Jakobinerclubs, Jean-Paul Marat (1744-1793), die ihn stark beeindruckt hatte. In der Folgezeit führte er durch Veröffentlichung provozierender Pamphlete bewusst seinen Tod am 4. November 1793 auf dem Schafott herbei. Was ihn dazu bewog, ist nicht genau bekannt. Seine Familie geriet durch die Kämpfe um Kostheim in große Not.

Pfarrer in Mainz-Kostheim

Henrich, Johann Baptist
Johann Baptist Henrich wirkte von 1817 bis 1859 als katholischer Pfarrer in Kostheim. 1821 las er in der damaligen Kostheimer Notkirche – trotz landesherrlichem und geistlichem Verbot – um 5 Uhr früh ein Seelenamt (Requiem) für den am 5. Mai jenes Jahres auf St. Helena verstorbenen Napoléon. Dies geschah zum Dank dafür, dass der französische Kaiser 1808 die Kostheimer für 25 Jahre von allen Steuern befreit hatte, weil ihr Ort bei den Kämpfen zwischen Franzosen und Deutschen von 1793 bis 1799 mehrfach zerstört wurde. Aus demselben Grund hielt Henrich alljährlich ein Jahresgedächtnis ab. Napoléon III. (1809–1873), der Neffe von Napoléon I., würdigte diese edle Gesinnung des Kostheimer Pfarrers, indem er diesen zum Ritter der französischen Ehrenlegion schlug. Während der Amtsperiode von Pfarrer Henrich entstand der Neubau des Gotteshauses St. Kilian auf den Fundamenten der 1793 zerstörten barocken Kirche. Diesen Neubau weihte Bischof Petrus Leopold Kaiser am 24. Juli 1836 ein. Nach seinem Tod wurde Pfarrer Henrich auf dem alten Friedhof neben dem von der Familie Hohmann 1837 gestifteten Kreuz begraben.

Gottfried Scholz
Pfarrer Gottfried Scholz betreut seit 1996 die katholischen Gemeinden St. Kilian und Maria Hilf in Kostheim. Er wurde in Bieberau im vorderen Odenwald geboren und wuchs zusammen mit drei Brüdern in einem katholischen und gläubigen Elterhaus auf. Am 10. Juni 1978 weihte ihn Bischof Hermann Volk im Mainzer Dom zum Priester. Bevor er nach Kostheim kam, wirkte er als Kaplan in Neu-Isenburg und Bad Nauheim, als Jugendpfarrer in Mainz und als Pfarrer in Karben in der Wetterau. Im Juni 1978 feierte er sein 25-jähriges Priesterjubiläum.

Copsistaino - Kostheims erster Ortsname

Copsistaino, der erste Ortsname von Kostheim, wurde vermutlich von „caput stagni“ – deutsch: „Haupt am Sumpf“ – abgeleitet. Das Mainmündungsgebiet war bis zum 18. Jahrhundert ein Überschwemmungs- und Sumpfgebiet.

Kostheimer Zwetschgen

Die Kostheimer Zwetschgen („Quetschen“) waren einst weit bekannt und begehrt. Interessenten aus dem Rhein-Main-Gebiet kauften früher an der Hochheimer Straße direkt vom Erzeuger die frisch geernteten Zwetschgen. Bis zum Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurden ganze Waggonladungen mit Kostheimer Zwetschgen nach Hamburg und Skandinavien transportiert.